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Paartherapie
Paare bei einem Paartherapeuten haben in der Regel eine Frage oder ein Problem. Erste Lösungsversuche waren nicht zufriedenstellend und haben die Kräfte erschöpft.
Es ist auch ein Zeichen, dass die Zeit der Verliebtheit, die „Gnade der Hormone", nachlässt und sich die Beziehung, der „Paar-Raum", verändert hat. Diese Veränderung ist normal, sie begründet sich in den unterschiedlichen Biografien.
Im Kern einer Paartherapie geht es letztendlich immer um die Liebe – in all ihren Erscheinungsformen. Wie lässt sie sich leben, wohin hat sie sich entwickelt?
Im Kern geht es um die Erweiterung der Fähigkeit, sich gegenseitig bewusster, „mit anderen Augen" neu wahrzunehmen. Damit ist nicht nur das optische Sehen gemeint.
Bewusstere Wahrnehmung statt Tricks und Regeln
In einer achtsamkeitsbasierten Paartherapie geht es primär nicht um die Vermittlung von Tricks, Kniffen oder Regeln, sondern um Identifikation, genauere Wahrnehmung und Weiterentwicklung von bislang unbewussten Einstellungen und hochautomatisierten zwischenmenschlichen Abläufen, die oft Leid und Probleme erzeugen.
Das kann für das Paar sehr spannend sein: auf der Basis von Respekt und Wertschätzung in eine neue Phase einzutreten, den Anderen mit „neuen Augen" zu sehen. Letztendlich geht es um die Entwicklung einer bewussteren, lebendigeren und befriedigenderen Beziehung. Wenn dabei die Liebe größer und die Sexualität befriedigender wird – so ist das in Ordnung.