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Psychotherapie

Psychotherapie ist ein anerkanntes Heilverfahren, um Leiden bei psychischen, psycho-sozialen und psycho-somatischen Störungen und Symptomen zu behandeln.

Neben tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie kommen, je nach Anliegen, Symptomatik und Kontext, auch alternativ oder ergänzend Methoden aus anderen Therapieverfahren zur Anwendung – überwiegend körperorientierte und achtsamkeitsbasierte.

Psychotherapie kann auch als Begleitung und Hilfestellung bei den Anforderungen eines – in der Regel durch eine Krise angeregten – persönlichen Wachstums- und Veränderungsprozesses gesehen werden. Die Therapie unterstützt Sie dann etwa dabei, sich selbst besser kennenzulernen, mehr Selbstwert und Selbstfürsorge zu entwickeln, bei Stress oder anderen Belastungen mit Achtsamkeit, Entspannung und Selbstführung bessere Entscheidungen zu treffen.

Einzeltherapie

Die Symptomatik wird als (noch) unbewusster, leiderzeugender Lösungsversuch einer Belastung oder eines Konflikts verstanden. Mit therapeutischer Unterstützung werden Beziehungserfahrungen und Aspekte der Lebensgeschichte bewusst und für die Bewältigung der Symptomatik genutzt.

Es geht zunächst um Wahrnehmung der automatischen, unwillkürlich ablaufenden geistigen, seelischen und körperlichen Reaktionen, im Weiteren um die Erweiterung von Ressourcen, die Entwicklung neuer Fähigkeiten und alternativer Sicht- und Handlungsweisen. Dies kann in einer begleitenden oder anschließenden Gruppe weiter gefestigt werden.

Das Behandlungsspektrum umfasst nahezu die gesamte Breite psychotherapeutisch beeinflussbarer Erkrankungen, seelischer Beschwerden und psychosomatischer wie psychosozialer Störungsbilder.

Psychodynamische Gesprächsgruppe mit körpertherapeutischen Elementen

Neben dem allgemeinen Vorgehen wie in der psychodynamischen Gesprächsgruppe ermöglichen körpertherapeutische Übungen eine „begleitete Selbsterforschung“, um in Achtsamkeit zu erkunden, was sich von innen heraus weiterentwickeln will und was dem im Weg steht (Barriere).

Alle 14 Tage begegnen sich drei bis neun Teilnehmer*innen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Themen für 150 Minuten. Die Sitzungen finden auf Matten oder Stühlen, sitzend oder liegend, statt.

Die Gruppe ist halboffen. Das heißt: Auf freie Plätze rücken neue Teilnehmer*innen nach.

Ablauf

Jede Sitzung wird mit einer kurzen Achtsamkeitsübung eingeleitet.

Danach gibt es einen kurzen „Wetterbericht“, zum Beispiel: „Wie bin ich heute da?“

Dann ist Raum für körperbezogene Übungen mit anschließendem Austausch.

Den größten Teil der Gruppensitzung nimmt anschließend das vertiefte Bearbeiten eines individuellen oder allgemeinen Gruppenthemas ein.

Am Ende gibt es Raum für eine kurze Abschlussrunde, zum Beispiel: „Was war heute für mich wichtig?“

Traumatherapie

Traumatische Ereignisse können tiefe Spuren in einem Menschen hinterlassen und in vielen Lebensbereichen zu erheblichen Einschränkungen führen. Die Heilung dieser seelischen Wunden geschieht manchmal nicht von selbst, und die klassischen psychotherapeutischen Verfahren allein reichen dafür nicht aus.

Durch spezifische therapeutische Methoden und Strategien wie EMDR®, Brainspotting®, TRIMB, PITT® nach Luise Reddemann und Hypnotherapie wird das traumatische Ereignis in die Biografie integriert und es werden Möglichkeiten entwickelt, mit den Auswirkungen dieses Ereignisses besser umzugehen.